Schienenhaltepunkt stärkt Einkaufsstandort

Veröffentlicht am 13.05.2011 in Wirtschaftspolitik

Manfred Bastian: „Ärgerliche Geschichte nimmt offensichtlich ein gutes Ende“

Die Diskussionen im Stadtrat waren heftig, die Reaktion der Bürger war Unverständnis: Der Schienenhaltepunkt Stadtmitte brachte Koblenz in die Schlagzeilen. „Doch hinter den ärgerlichen Mehrkosten offenbart sich, dass die Strukturpolitische Entscheidung richtig gewesen ist“, so Manfred Bastian, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Koblenz.

Pünktlich zur Eröffnung der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz konnte Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig die wichtige Einrichtung des ÖPNV-Konzeptes der Gartenschau einweihen. Seither wird der Schienenhaltepunkt neben Herz-Jesu-Kirche und Löhr-Center stark angenommen.

„Die Rückmeldungen der Händler zeigen mir, dass viele Einkäufer jetzt verstärkt auch im Umfeld des Haltepunktes einkaufen“, so Bastian. Für Einpendler war es oftmals kein Vergnügen, die Einkaufstüten als Nutzer eines Linienbusses mit nach Hause zu nehmen. Durch die Bahn scheint dies nun anders geworden zu sein.

Durch die erfreulich positive Annahme des Haltepunktes zeigt sich, dass trotz der noch unklaren Mehrkosten, der Einkaufsstandort Koblenz gestärkt werden konnte. „Neben den Haupteinkaufsstraßen profitieren auch die Seitenstraße und die dortigen Geschäfte von den neu gelenkten Käuferströmen“, ist sich der SPD-Wirtschaftspolitiker sicher.

Allerdings räumt Bastian ein, sei es für eine Bilanz zu früh. „Es ist eine Momentaufnahme, einen Monat nach Eröffnung der BUGA2011, die zu Beginn auch sehr umstritten gewesen ist und unterdessen nur noch Befürworter oder Skeptiker, aber keine Gegner mehr hat.“